Reinigung-Ehrenfriedhof-Amtsblatt-vom-4-Nov-2010

Am Donnerstag vergangener Woche besichtigte Bürgermeister Klaus Grumer, zusammen mit Raimund Schneider von der für die Grabfürsorge zuständigen

 

Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) sowie Dieter Straßer von der Verbandsgemeindeverwaltung, den Ehrenfriedhof an der „Alten Kapelle“ in Landstuhl, welcher von 30 Jugendlichen der Christusgemeinde Landstuhl, unter

 

der Leitung von Manfred Götz, für die bevorstehenden Trauersonntage hergerichtet wurde.

 

Die Grabkreuze wurden gereinigt um sie so nachhaltig in einen besseren und lesbaren Zustand zu versetzen. Bereits Anfang des Jahres hatte die Stadtgärtnerei die Bodendeckerpflanzen erneuert und unterstützte auch jetzt die Jugendlichen bei ihrer Arbeit.

 

Bürgermeister Grumer dankte den Jugendlichen für ihren freiwilligen Einsatz und zeigte sich erfreut, dass auch in der heutigen Zeit Jugendliche bereit sind, freiwillige Dienste zum Wohle der Allgemeinheit zu leisten. Weiterhin bedankte er sich bei Herrn Schneider von der ADD, der Stadtgärtnerei sowie bei Herrn Götz für ihre tatkräftige Unterstützung.

 

Einen besonderen Dank richtete Bürgermeister Grumer an die anwesenden Vertreter des Verwaltungsrates der Hl. Geist Kirche, die als Eigentümer des Ehrenfriedhofes die Sickingenstadt Landstuhl von Anbeginn an hervorragend unterstützt haben.

 

Die Mitglieder des Verwaltungsrates, Herr Noll und Herr Herth, dankten ihrerseits für die Gestaltung und Pflege des Friedhofes durch die Stadtgärtnerei unter Leitung von Frau Sabine Günther. Für die Erneuerung eines Teils des Plattenweges konnte von Seiten der ADD eine finanzielle Förderung von 4.200 Euro ausgesprochen werden, informierte Schneider.

 

„Die Arbeit im Rahmen der Kriegsgräberfürsorge und der Erhalt der Gedenkstätten ist eine äußerst wichtige Aufgabe für den Frieden. Frieden darf nicht verjähren. Es freut mich daher, dass die Jugendlichen unter Leitung von Manfred Götz sich hierfür engagiert haben. Ich möchte ihnen daher ganz besonders für ihren Einsatz danken“, so Schneider weiter.

 

Auch Manfred Götz bedankte sich recht herzlich für die engagierte und gute Arbeit der Jugendlichen sowie für die Unterstützung durch die Stadtgärtnerei, der Sickingenstadt sowie der Verbandsgemeinde. Die Jugendlichen sagten zu, sich auch künftig regelmäßig um den Ehrenfriedhof zu kümmern. Bürgermeister Grumer dankte ihnen hierfür nochmals recht herzlich.

 

Der Ehrenfriedhof in Landstuhl wurde 1940 auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Friedhofs angelegt. Zunächst wurden dort die in den Landstuhler Lazaretten verstorbenen Soldaten beerdigt. Nach den Bombenangriffen im II. Weltkrieg wurden auch Zivilisten beigesetzt. Insgesamt 83 Personen, darunter auch Frauen und Kinder, sind heute auf dem Friedhof begraben. Im Jahr 1960 wurde die Kriegsgräberstätte neu geordnet. Die ursprünglichen Holzkreuze wurden durch Steinkreuze ersetzt und die Wege zwischen den einzelnen Grabreihen und dem Zugangsbereich mit Sandsteinplatten ausgelegt. Nach dem Gräbergesetz besteht für die auf dem Ehrenfriedhof ruhenden Toten ein „dauerndes Ruherecht“.

 

Adresse
Bruchwiesenstr. 14

66849 Landstuhl